Jeremia 15
NLB
1 Dann sprach der Herr
2 Und wenn sie dich fragen: ›Wohin sollen wir gehen?‹, dann antworte: ›So spricht der Herr
3 Ich werde auf vier verschiedene Arten Vernichtung über sie bringen«, spricht der Herr
4 So sollen sie zum Inbegriff des Entsetzens werden für alle Königreiche der Erde. Und das deswegen, weil Manasse, der Sohn Hiskias, so viel Unrecht getan hat, während er in Jerusalem als König regierte.
5 Wer wird Mitleid mit dir haben, Jerusalem? Wer wird um dich weinen? Wer wird sich auch nur nach deinem Befinden erkundigen?
6 Du hast mich zurückgewiesen und mir den Rücken zugekehrt«, spricht der Herr
7 Ich werde euch gewaltsam aus euren Städten werfen, so wie man das Korn in die Luft wirft, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich werde euch kinderlos machen und euch vernichten, weil ihr nicht bereit seid, von euren falschen Wegen umzukehren und euch wieder mir zuzuwenden.
8 Es wird bei euch mehr Witwen geben, als es Sandkörner am Strand des Meeres gibt. Tod und Verderben sollen über die Mütter der jungen Männer kommen und sie urplötzlich mit Angst und Schrecken erfüllen.
9 Die Mutter, die sieben Söhnen das Leben geschenkt hat, sinkt gebrochen vor Trauer nieder, sie keucht und ringt nach Luft: Keiner der Söhne ist am Leben geblieben. Die Sonne hat am helllichten Tag ihren Schein verloren. Nun steht sie fassungslos da und ist am Boden zerstört. Sie gehört nun zu den Kinderlosen, ist erniedrigt und in Schande gestürzt. Und den, der von meinem Volk noch am Leben geblieben ist, will ich dem Feind ausliefern, damit er getötet wird«, spricht der Herr
10 Da sagte ich: »Wie geht es mir schlecht, meine Mutter! Oh, warum hast du mich nur geboren! Wo ich auch hinkomme, hasst man mich. Ich bin weder ein Gläubiger, der sein Geld fordert, noch ein Schuldner, der sich weigert zu zahlen – und doch verfluchen mich alle.«
11 Der Herr
12 Kann man Eisen aus dem Norden und Kupfer zerbrechen?
13 Weil mein Volk gegen mich gesündigt hat, werde ich allen seinen Reichtum und seine Schätze zur Plünderung freigeben.
14 Ich werde euch zu Gefangenen machen, die ihren Feinden im fremden Land dienen müssen. Denn mein Zorn hat sich wie Feuer entzündet – er lodert gegen euch und wird euch verbrennen.«
15 Da sagte ich: » Herr
16 Deine Worte sind mein Leben. Ich freue mich von Herzen, wenn du mit mir redest, denn ich gehöre ja dir, Herr
17 Nie nahm ich an den Festen teil, bei denen die Menschen ihre Scherze machen, ich saß stets allein für mich, niedergedrückt von der Last des Zorns, den du mir auferlegt hast.
18 Warum muss ich endlos leiden? Warum sind meine Wunden unheilbar? Du hast mich im Stich gelassen wie ein Bach, der im Sommer austrocknet und kein Wasser mehr gibt.«
19 Der Herr
20 Ich werde dich diesem Volk gegenüber zu einer Mauer aus Erz machen; sie werden dir nichts anhaben können, selbst wenn sie noch so sehr gegen dich anstürmen sollten. Denn ich bin bei dir, um dir zu helfen und dir den Sieg zu schenken. Ich, der Herr
21 Ja, ich will dich aus der Hand der Bösen reißen und aus der Faust der Gewalttätigen befreien.«