Psalm 18
ELB2020
1 Dem Chorleiter. Von dem Knecht des Herrn
2 Und er sprach:
3 Der Herr
4 »Gepriesen!«, rufe ich
5 Es umfingen mich Bande des Todes, und Bäche des Verderbens erschreckten mich.
6 Fesseln des Scheols umgaben mich, Fallen des Todes bedrohten mich
7 In meiner Bedrängnis rief ich zum Herrn
8 Da wankte und bebte die Erde, die Grundfesten der Berge erzitterten und wankten, denn er war von Zorn
9 Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraß aus seinem Mund, glühende Kohlen brannten aus ihm.
10 Er neigte den Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Füßen.
11 Er fuhr auf einem Cherub und flog daher, so schwebte er auf den Flügeln des Windes.
12 Er machte Finsternis zu seinem Versteck, zu seiner Hütte rings um sich her Wasserdunkel, dichtes Gewölk.
13 Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken vorüber mit
14 Und der Herr
15 Und er schoss seine Pfeile und zerstreute sie, er schleuderte Blitze und verwirrte sie.
16 Da wurden sichtbar die Betten des Wassers, und die Fundamente der Welt wurden aufgedeckt vor deinem Schelten, Herr
17 Er griff aus der Höhe, erfasste mich, zog mich heraus aus großen Wassern.
18 Er rettete mich vor meinem starken Feind und vor meinen Hassern, denn sie waren mächtiger als ich.
19 Sie bedrohten mich
20 Und er führte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Gefallen an mir hatte.
21 Der Herr
22 Denn ich habe die Wege des Herrn
23 Denn alle seine Rechtsbestimmungen waren vor mir, und seine Ordnungen wies ich nicht von mir.
24 Auch war ich ganz
25 So vergalt der Herr
26 Mit dem Treuen gehst du treu um, ganz
27 Mit dem Reinen handelst du rein, mit dem Falschen aber unsinnig.
28 Ja, du rettest das arme
29 Ja, du lässt meine Leuchte strahlen. Der Herr
30 Denn mit dir erstürme ich einen Wall
31 Gott – sein Weg ist vollkommen
32 Denn wer ist Gott außer dem Herrn
33 Gott umgürtet mich mit Kraft und vollkommen
34 Er macht meine Füße den Hirschen
35 Er lehrt meine Hände das Kämpfen und meine Arme spannen den ehernen Bogen.
36 Und du gabst mir den Schild deines Heils
37 Du schaffst Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel haben nicht gewankt.
38 Meinen Feinden jagte ich nach und erreichte sie, und ich kehrte nicht um, bis ich sie aufgerieben hatte.
39 Ich zerschmetterte sie, dass sie nicht mehr aufstehen konnten; sie fielen unter meine Füße.
40 Und du umgürtetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die gegen mich aufstanden.
41 Meine Feinde aber – du hast sie vor mir in die Flucht geschlagen
42 Sie schrien – aber da war kein Retter – zum Herrn
43 Und ich zermalmte sie wie Staub vor dem Wind; wie Straßenkot schüttete ich sie aus.
44 Du hast mich gerettet aus den Streitigkeiten des Volkes; du hast mich zum Haupt der Nationen gesetzt; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.
45 Sowie ihr Ohr hörte, gehorchten sie mir; die Söhne der Fremde heuchelten mir Ergebung
46 Die Söhne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Festungen.
47 Der Herr
48 der Gott, der mir Rache gab und mir die Völker unterwarf
49 der mich rettete vor meinen zornigen Feinden. Über meine Gegner erhöhtest du mich; von dem Mann der Gewalttat hast du mich befreit.
50 Darum will ich dich preisen unter den Völkern, Herr
51 der seinem König große Rettungen schenkt