Psalm 139

ELB2020

1 Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm.

2 Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen, du verstehst mein Trachten

3 Mein Wandeln und mein Liegen – du prüfst es

4 Denn das Wort ist noch

5 Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen

6 Zu wunderbar ist die Erkenntnis für mich, zu hoch: Ich vermag sie nicht zu erfassen

7 Wohin sollte ich gehen vor deinem Geist, wohin fliehen vor deinem Angesicht?

8 Stiege ich zum Himmel hinauf, so bist du da. Bettete ich mich in dem Scheol, siehe, du bist da.

9 Erhöbe ich die Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am äußersten Ende des Meeres,

10 auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen.

11 Und spräche ich: Nur Finsternis möge mich verbergen

12 Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht.

13 Denn du bildetest meine Nieren. Du wobst

14 Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl.

15 Nicht verborgen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewoben

16 Meine Urform

17 Für mich aber – wie schwer

18 Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand. Ich erwache

19 Mögest du, Gott, den Gottlosen töten! Ihr Blutmenschen, weicht von mir!

20 Sie, die mit Hinterlist von dir reden, vergeblich die Hand

21 Sollte ich nicht hassen, Herr

22 Mit äußerstem Hass hasse ich sie. Sie sind Feinde für mich.

23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken!

24 Und sieh, ob ein Weg der Mühsal

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