Klagelieder 4
ELB2020
1 Wehe, wie dunkel ist das Gold geworden, wie
2 Die Söhne Zions, die kostbaren, einst
3 Selbst Schakale reichen die Brust, säugen ihre Jungen. Doch
4 Die Zunge des Säuglings klebte an seinem Gaumen vor Durst; die Kinder verlangten Brot, niemand brach es ihnen.
5 Die sonst
6 Und die Schuld der Tochter meines Volkes war größer als die Sünde Sodoms, das plötzlich zerstört wurde, ohne dass Hände sich rührten
7 Ihre Fürsten
8 Dunkler als Ruß ist jetzt
9 Die vom Schwert Getöteten
10 Die Hände weichherziger Frauen haben ihre Kinder gekocht; sie dienten ihnen als Speise beim Zusammenbruch der Tochter meines Volkes.
11 Der Herr
12 Die Könige der Erde hätten es nicht geglaubt, noch alle Bewohner des Erdkreises, dass Gegner und Feind in die Tore Jerusalems eindringen würden.
13 Wegen der Verfehlungen ihrer Propheten, wegen
14 wankten sie wie
15 »Weicht! Unrein!«, rief man ihnen zu. »Weicht, weicht! Nicht anrühren!« Ja, sie mussten in die Ferne
16 Das Angesicht des Herrn
17 Noch vergehen unsere Augen auf der Suche
18 Man belauerte
19 Unsere Verfolger waren schneller als die Adler
20 Unser Lebensodem
21 Sei fröhlich und freue dich, Tochter Edom, die du wohnst im Land Uz! Auch an dich wird der Becher kommen; du wirst betrunken sein und dich entblößen.
22 Zu Ende ist deine Schuld, Tochter Zion! Nie mehr führt er dich gefangen fort. Er sucht deine Schuld heim, Tochter Edom, deckt deine Sünden auf.