Hiob 16

ELB2020

1 Und Hiob antwortete und sagte:

2 Ich habe so etwas nun

3 Haben die windigen Worte nun

4 Auch ich könnte reden wie ihr. Wäret ihr doch an meiner Stelle

5 Ich wollte euch stärken mit meinem Mund, und das Beileid meiner Lippen würde ich nicht zurückhalten

6 Wenn ich rede, so wird mein Schmerz nicht gehemmt; und unterlasse ich es – was weicht dann

7 Ja, jetzt hat er

8 Und du hast mich gepackt, das zeugt gegen mich

9 Sein Zorn zerfleischte mich

10 Ihren Mund haben sie gegen mich aufgesperrt, mit Schmähung meine Backen geschlagen; gemeinsam rotten sie sich gegen mich zusammen.

11 Gott gibt mich dem Ungerechten

12 Ich war sorglos, da hat er mich aufgerüttelt, und er packte mich beim Nacken und zerschmetterte mich, und er stellte mich für sich als Zielscheibe auf.

13 Seine Geschosse umfliegen mich. Er spaltet meine Nieren und empfindet kein Mitleid, er schüttet meine Galle

14 Bresche auf Bresche reißt er in mich

15 Ich habe Sacktuch über meine Haut genäht und mein Horn in den Staub gesenkt.

16 Mein Gesicht glüht vom Weinen, und auf meinen Wimpern liegt Finsternis,

17 obwohl keine Gewalttat an meinen Händen klebt

18 Erde, decke mein Blut nicht zu, und für meinen Klageschrei sei kein Ruheplatz da!

19 Auch jetzt noch

20 Meine Gefährten verspotten mich

21 dass er Recht schafft für einen Mann gegen Gott und für einen Menschensohn gegen seine Gefährten.

22 Denn es kommen nur noch wenige Jahre, und ich werde einen Weg gehen, von dem ich nicht zurückkomme.

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