Hiob 15
ELB2020
1 Und Elifas von Teman antwortete und sagte:
2 Wird etwa
3 Wird er mit nutzlosen Worten streiten
4 Ja, du zerstörst die Gottesfurcht und beschneidest die Andacht vor Gott.
5 Denn deine Schuld belehrt deinen Mund, und du wählst die Sprache der Listigen.
6 Dein Mund verdammt dich und nicht ich; und deine Lippen sagen gegen dich aus.
7 Bist du als erster der Menschen geboren, oder bist du vor den Hügeln hervorgebracht worden?
8 Hörst du im Rat Gottes zu, und reißt du die Weisheit an dich?
9 Was hast du erkannt, das wir nicht erkannt hätten? Was verstehst du, das uns nicht bekannt wäre
10 Unter uns sind auch Alte, auch Greise, reicher an Tagen als dein Vater.
11 Sind dir die Tröstungen Gottes zu wenig oder ein Wort, das sanft mit dir verfuhr
12 Was reißt dein Herz dich hin, und was rollen
13 dass du dein Schnauben gegen Gott kehrst und solche
14 Was ist der Mensch, dass er rein dastehen könnte, und der von einer Frau Geborene, dass er gerecht wäre?
15 Siehe, selbst
16 wie viel weniger der Abscheuliche und Verdorbene, der Mann, der Unrecht trinkt wie Wasser!
17 Ich will dir verkünden, höre mir zu! Und was ich geschaut habe, will ich erzählen,
18 was die Weisen mitgeteilt und nicht verhehlt haben von ihren Vätern her
19 ihnen allein war das Land gegeben, und kein Fremder zog in ihrer Mitte umher –:
20 All seine Tage quält sich der Gottlose in Angst, und eine kleine
21 Der Ton des Schreckens gellt
22 Er glaubt nicht daran, aus der Finsternis zurückkehren zu können, und er ist ausersehen
23 Er irrt umher nach Brot – wo ist es
24 Not und Bedrängnis schrecken ihn, sie überwältigen ihn
25 Denn er hat seine Hand gegen Gott ausgestreckt, und dem Allmächtigen gegenüber hat er sich überheblich gebärdet.
26 Mit hartem
27 Denn er hat sein Gesicht bedeckt mit seinem Fett und Speck an der Lende angesetzt,
28 und er bewohnte zerstörte Städte, Häuser, in denen man nicht wohnen soll, die zu Steinhaufen bestimmt waren.
29 Er wird nicht reich, und sein Vermögen hat keinen Bestand; und nicht neigt sich zur Erde seine Ähre
30 Er entweicht der Finsternis nicht; seine Triebe
31 Er verlasse sich nicht auf Nichtiges, er wird irregeführt; denn Nichtiges wird sein Eintausch dafür sein.
32 Wenn sein Tag noch nicht da ist, so erfüllt es sich schon
33 Wie der Weinstock stößt er seine unreifen Trauben ab, und wie der Olivenbaum wirft er seine Blüte ab.
34 Denn die Schar des Ruchlosen ist unfruchtbar, und Feuer frisst die Zelte der Bestechung.
35 Sie sind schwanger mit Mühsal und gebären Unrecht, und ihr Inneres bereitet Verrat.