Hiob 10
ELB2020
1 Es ekelt mich
2 Ich sage zu Gott: Verdamme mich nicht! Lass mich wissen, warum du mich vor Gericht ziehst!
3 Ist das gut für dich
4 Hast du Menschenaugen
5 Sind deine Tage wie die Tage eines Menschen oder deine Jahre wie die Tage eines Mannes,
6 dass du nach meiner Schuld suchst und nach meiner Sünde forschst,
7 obwohl du weißt, dass ich nicht schuldig bin, und niemand da ist, der aus deiner Hand retten kann?
8 Deine Hände haben mich ganz gebildet und gestaltet um und um, und nun
9 Bedenke doch, dass du mich wie Ton gestaltet hast! Und jetzt
10 Hast du mich nicht hingegossen wie Milch und wie Käse mich gerinnen lassen?
11 Mit Haut und Fleisch hast du mich bekleidet und mit Knochen und Sehnen mich durchflochten.
12 Leben und Gnade hast du mir gewährt
13 Doch dies verbargst du in deinem Herzen, ich habe erkannt, dass du dies im Sinn hattest
14 Wenn ich sündigte, so würdest du mich beobachten und mich nicht von meiner Schuld freisprechen.
15 Wenn ich schuldig wäre – wehe mir! Und wäre ich im Recht, dürfte ich mein Haupt doch
16 Und richtete es sich auf, wie ein Löwe würdest du mich jagen und dich wieder als wunderbar an mir erweisen
17 Du würdest neue Zeugen gegen mich aufstellen
18 Warum hast du mich aus dem Mutterleib hervorgezogen? Wäre ich doch umgekommen, so hätte mich kein Auge gesehen!
19 Als wenn ich nie gewesen, so wäre ich dann
20 Sind meine Tage nicht nur noch
21 ehe ich hingehe – und nicht wiederkomme – in das Land der Finsternis und des Todesschattens,
22 in das Land, schwarz wie die Dunkelheit, das Land