Jeremia 6
ELB2020
1 Flieht, ihr Söhne Benjamin, aus Jerusalem hinaus, in Tekoa stoßt ins Horn und richtet ein Signal
2 Die Schöne und die Verzärtelte vernichte ich – die Tochter Zion.
3 Über sie kommen Hirten mit ihren Herden. Sie schlagen rings um sie her Zelte auf, weiden sie
4 »Heiligt einen Krieg
5 »Macht euch auf und lasst uns in der Nacht hinaufziehen und ihre Paläste zerstören!« –
6 Denn so hat der Herr
7 Wie ein Brunnen sein Wasser quellen lässt, so lässt sie ihre Bosheit quellen. Von
8 Lass dich zurechtweisen, Jerusalem, damit meine Seele sich nicht von dir losreißt, damit ich dich nicht zur Öde mache, zu einem unbewohnten Land!
9 So spricht der Herr
10 »Zu wem soll ich noch reden und wen warnen
11 Und ich bin voll von der Zornglut des Herrn
12 Und ihre Häuser werden anderen übereignet, Felder und Frauen ebenfalls. Denn ich strecke meine Hand gegen die Bewohner des Landes aus, spricht der Herr
13 Denn von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten machen sie alle unrechten Gewinn. Und vom Propheten bis zum Priester üben alle Falschheit,
14 und sie heilen den Bruch der Tochter meines Volkes oberflächlich und sagen: Friede, Friede! – und da ist doch kein Friede.
15 Sie werden zuschanden
16 So spricht der Herr
17 Und ich habe Wächter über euch bestellt , die rufen
18 Darum hört, ihr Nationen, und erkenne, du Gemeinde, was mit ihnen
19 Höre es, Erde! Siehe, ich bringe Unheil über dieses Volk, die Frucht ihrer Gedanken
20 Wozu soll mir denn Weihrauch aus Saba kommen und das gute Würzrohr aus fernem Land? Eure Brandopfer sind mir nicht wohlgefällig, und eure Schlachtopfer sind mir nicht angenehm.
21 Darum, so spricht der Herr
22 So spricht der Herr
23 Bogen und Kurzschwert führen sie, sie sind grausam und ohne Erbarmen. Ihre Stimme braust wie das Meer, und auf Pferden reiten sie. Sie sind gerüstet gegen dich, Tochter Zion, wie ein Mann zum Krieg. –
24 Wir haben die Kunde von ihm vernommen: Unsere Hände sind schlaff geworden. Angst hat uns ergriffen, Wehen wie bei einer Gebärenden. –
25 Zieh nicht hinaus aufs Feld und geh nicht
26 Tochter meines Volkes, gürte dir Sacktuch um und wälze dich in Asche, trauere wie um den einzigen Sohn
27 Ich habe dich zum Prüfer in meinem Volk eingesetzt, als eine Festung, damit du ihren Weg erkennst und prüfst.
28 Sie alle sind die Widerspenstigsten der Widerspenstigen. Sie gehen als Verleumder
29 Versengt vom Feuer ist der Blasebalg, das Blei ist zu Ende
30 Verworfenes Silber