1. Mose 41

ELB2020

1 Es geschah aber am Ende von zwei vollen Jahren, da träumte der Pharao: Und siehe, er stand am Strom.

2 Und siehe, aus dem Strom stiegen sieben Kühe herauf, schön von Aussehen und fett an Fleisch, und sie weideten im Riedgras.

3 Und siehe, sieben andere Kühe stiegen nach ihnen aus dem Strom herauf, hässlich von Aussehen und mager an Fleisch, und sie stellten sich neben die Kühe ans Ufer des Stromes.

4 Und die Kühe, die hässlich von Aussehen und mager an Fleisch waren, fraßen die sieben Kühe, die schön von Aussehen und fett waren. Da erwachte der Pharao.

5 Und er schlief wieder

6 Und siehe, sieben Ähren, mager und vom Ostwind versengt, sprossten nach ihnen auf.

7 Und die mageren Ähren verschlangen die sieben fetten und vollen Ähren. Da erwachte der Pharao, und siehe, es war ein Traum.

8 Und es geschah am Morgen, da war sein Geist voller Unruhe, und er sandte hin und ließ alle Wahrsagepriester Ägyptens und alle seine

9 Da redete der Oberste der Mundschenke den Pharao an: Ich bringe heute meine Sünde in Erinnerung.

10 Der Pharao war einst

11 Da hatten wir einen Traum in einer Nacht, ich und er; wir träumten jeder mit

12 Aber dort bei uns war ein junger Hebräer, ein Sklave des Obersten der Leibwächter, und wir erzählten ihm die Träume

13 Und es geschah, wie er uns deutete, also ist es geschehen: Mich hat man wieder in meine Stellung eingesetzt, und ihn hat man gehängt.

14 Da sandte der Pharao hin und ließ Josef rufen; da ließen sie ihn schnell aus dem Kerker

15 Und der Pharao sprach zu Josef: Ich habe einen Traum gehabt, aber es gibt keinen, der ihn deute; ich habe nun von dir sagen hören, du verstehst es, einen Traum

16 Da antwortete Josef dem Pharao: Das steht nicht bei mir; Gott wird antworten, was dem Pharao zum Heil ist.

17 Da redete der Pharao zu Josef: In meinem Traum, siehe, da stand ich am Ufer des Stromes.

18 Und siehe, aus dem Strom stiegen sieben Kühe herauf, fett an Fleisch und schön von Gestalt, und sie weideten im Riedgras.

19 Und siehe, sieben andere Kühe stiegen nach ihnen herauf, dürr

20 Und die mageren und hässlichen Kühe fraßen die sieben ersten fetten Kühe.

21 Und als sie in ihren Bauch gekommen waren, da merkte man nichts davon

22 Dann sah ich in meinem zweiten

23 Und siehe, sieben Ähren, dürr, mager und

24 und die mageren Ähren verschlangen die sieben schönen Ähren. Und ich habe es den Wahrsagepriestern gesagt; aber es gibt keinen, der es mir erklärt.

25 Da sprach Josef zum Pharao: Der Traum des Pharao ist einer . Gott hat dem Pharao mitgeteilt, was er tun will.

26 Die sieben schönen Kühe sind sieben Jahre, und die sieben schönen Ähren sind sieben Jahre; nur ein Traum ist es.

27 Und die sieben mageren und hässlichen Kühe, die nach ihnen heraufstiegen, auch

28 Das ist das Wort, das ich zu dem Pharao geredet habe: Gott hat den Pharao sehen lassen, was er tun will.

29 Siehe, sieben Jahre kommen, großer Überfluss wird herrschen

30 Nach ihnen aber werden sieben Jahre der Hungersnot aufkommen, und aller Überfluss wird im Land Ägypten vergessen sein, und die Hungersnot wird das Land erschöpfen.

31 Und man wird nichts mehr von dem Überfluss im Land erkennen angesichts dieser Hungersnot danach, denn sie wird sehr schwer sein.

32 Und dass der Traum zweimal an den Pharao erging, bedeutet,

33 Und nun sehe der Pharao nach einem verständigen und weisen Mann und setze ihn über das Land Ägypten.

34 Der Pharao veranlasse, dass man Aufseher über das Land bestellt – und er erhebe den Fünften vom Land Ägypten in den sieben Jahren des Überflusses –,

35 und sie sollen alle Nahrungsmittel dieser kommenden guten Jahre einsammeln und unter der Obhut

36 So soll die eingesammelte

37 Und das Wort war gut in den Augen des Pharao und in den Augen aller seiner Diener.

38 Und der Pharao sagte zu seinen Dienern: Haben wir je

39 Und zu Josef sagte der Pharao: Nachdem dich Gott dies alles hat erkennen lassen, ist keiner so verständig und weise wie du.

40 Du sollst über mein Haus sein, und deinem Mund soll mein ganzes Volk sich fügen

41 Und der Pharao sagte zu Josef: Siehe, ich habe dich über das ganze Land Ägypten gesetzt.

42 Und der Pharao nahm seinen Siegelring von seiner Hand und steckte ihn an Josefs Hand, und er kleidete ihn in Kleider aus Byssus

43 Und er ließ ihn auf dem zweiten Wagen fahren, den er hatte, und man rief vor ihm her: Achtung

44 Und der Pharao sprach zu Josef: Ich bin der Pharao, aber ohne dich soll kein Mensch im ganzen Land Ägypten seine Hand oder seinen Fuß erheben!

45 Und der Pharao gab Josef den Namen Zafenat-Paneach

46 Und Josef war dreißig Jahre alt, als er vor dem Pharao, dem König von Ägypten, stand. Und Josef ging vom Pharao weg und zog durch das ganze Land Ägypten.

47 Und das Land trug in den sieben Jahren des Überflusses haufenweise

48 Und er sammelte alle Nahrungsmittel der sieben Jahre, in denen im Land Ägypten Überfluss war

49 Und Josef speicherte Getreide auf wie Sand des Meeres, über die Maßen viel, bis man aufhörte zu zählen, denn es war ohne Zahl.

50 Und dem Josef wurden zwei Söhne geboren, ehe das Jahr der Hungersnot kam, die Asenat ihm gebar, die Tochter Potiferas, des Priesters von On.

51 Und Josef gab dem Erstgeborenen den Namen Manasse

52 Und dem zweiten gab er den Namen Ephraim

53 Und die sieben Jahre des Überflusses, der im Land Ägypten gewesen war, gingen zu Ende,

54 und die sieben Jahre der Hungersnot begannen zu kommen, so wie es Josef gesagt hatte. Und in allen Ländern war Hungersnot, aber im ganzen Land Ägypten war Brot.

55 Als nun das ganze Land Ägypten hungerte und das Volk zum Pharao um Brot schrie, da sagte der Pharao zu allen Ägyptern: Geht zu Josef; tut, was er euch sagt!

56 Und die Hungersnot war auf der ganzen Erde; und Josef öffnete alles, worin Getreide

57 Und alle Welt

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