5. Mose 32
ELB2020
1 Horch auf, du Himmel, ich will reden, und die Erde höre die Worte meines Mundes!
2 Wie Regen träufle meine Lehre, wie Tau riesle meine Rede, wie Regenschauer auf frisches Grün und wie Regengüsse auf welkes
3 Denn den Namen des Herrn
4 Der Fels; vollkommen ist sein Tun, denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!
5 Es versündigte sich gegen ihn eine verkehrte und verdrehte Generation – nicht seine Kinder sind sie, sondern
6 Wollt ihr so dem Herrn
7 Denk an die Tage der Vorzeit, gebt acht auf die Jahre von Generation zu Generation! Frag deinen Vater, er wird es dir kundtun, deine Ältesten, sie werden es dir sagen!
8 Als der Höchste den Nationen das Erbe austeilte, als er die Menschenkinder voneinander
9 Denn der Anteil des Herrn
10 Er fand ihn
11 Wie der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie
12 so
13 Er ließ ihn einherfahren auf den Höhen der Erde, und er aß die Früchte
14 Rahm der Kühe und Milch der Schafe samt dem Fett der Lämmer, Widder aus Baschan
15 Da wurde Jeschurun
16 Sie reizten ihn zur Eifersucht durch fremde Götter
17 Sie opferten den Dämonen, die nicht Gott sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die erst
18 Den Felsen, der dich gezeugt, täuschtest
19 Und der Herr
20 Er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen, will sehen, was ihr Ende ist; denn eine Generation voller
21 Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch einen Nicht-Gott, haben mich gekränkt durch ihre Nichtigkeiten
22 Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn, es brennt bis in den untersten Scheol und frisst die Erde und ihren Ertrag und entzündet die Grundfesten der Berge.
23 Ich will Unheil über sie häufen, meine Pfeile gegen sie verbrauchen.
24 Sie sind vor Hunger entkräftet und aufgezehrt von Fieberglut
25 Draußen wird kinderlos machen das Schwert und drinnen
26 Ich hätte schon
27 Wenn ich die Kränkung durch den Feind nicht fürchtete, dass ihre Gegner es falsch darstellten, dass sie sagten: Unsere Hand war erhaben! – und nicht: Der Herr
28 Denn sie sind eine Nation, die allen
29 Wenn sie weise wären, würden sie das verstehen, würden ihr Ende bedenken.
30 Wie könnte einer Tausend jagen und zwei Zehntausend in die Flucht schlagen, wenn nicht deshalb
31 Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels; so haben unsere Feinde selbst geurteilt
32 Denn von dem Weinstock Sodoms ist ihr Weinstock und von den Terrassen gärten
33 Drachengift ist ihr Wein und grausames Viperngift.
34 Ist dies nicht bei mir aufbewahrt, versiegelt in meinen Schatzkammern?
35 Mein ist die Rache und die Vergeltung
36 Denn der Herr
37 Und er wird sagen: Wo sind nun
38 Die das Fett ihrer Schlachtopfer aßen, den Wein ihrer Trankopfer tranken, die sollen doch
39 Seht nun, dass ich, ich es bin und kein Gott neben mir ist! Ich, ich töte, und ich mache lebendig, ich zerschlage, und ich, ich heile; und es gibt keinen, der aus meiner Hand rettet!
40 Denn ich erhebe meine Hand zum Himmel und spreche: So wahr ich ewig lebe!
41 Wenn ich mein blitzendes Schwert geschärft habe und meine Hand zum Gericht greift, dann wende ich Rache auf meine Gegner zurück und vergelte es meinen Hassern.
42 Meine Pfeile lass ich trunken werden von Blut, und mein Schwert frisst Fleisch vom Blut der Erschlagenen und Gefangenen, vom Haupt der Fürsten des Feindes
43 Lasst jauchzen, ihr Nationen, sein Volk! Denn er rächt das Blut seiner Knechte, und Rache wendet er auf seine Gegner zurück, und sein Land, sein Volk entsühnt er.
44 Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volkes, er und Hosea
45 Und als Mose all diese Worte zu ganz Israel zu Ende geredet hatte,
46 da sagte er zu ihnen: Richtet euer Herz auf all die Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebietet, dass sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun!
47 Denn nicht ein leeres Wort ist es für euch, sondern es ist euer Leben. Und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.
48 Und an ebendiesem Tag redete der Herr
49 Steige auf das Gebirge Abarim hier, auf
50 Dann wirst du auf dem Berg sterben, auf den du steigst, und wirst zu deinen Völkern
51 weil ihr treulos gegen mich gehandelt habt mitten unter den Söhnen Israel am Wasser von Meribat-Kadesch
52 Denn von der gegenüberliegenden Seite