Psalm 22
DASBUCH
1 Für den Musiker.
2 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich alleingelassen?
3 Mein Gott! Am Tag rufe ich, doch du antwortest nicht,
4 Doch du bist heilig,
5 Auf dich haben unsere Vorfahren vertraut,
6 Zu dir schrien sie und wurden gerettet,
7 Doch ich bin ein Wurm und kein Mensch,
8 Alle, die mich sehen, verhöhnen mich,
9 »Wirf es doch auf den Herrn!
10 Du bist es, der mich aus dem Mutterleib gezogen hat,
11 Auf dich bin ich angewiesen seit meiner Geburt,
12 Sei nicht fern von mir, denn die Not greift nach mir
13 Viele Stiere umringen mich.
14 Ihren Rachen reißen sie gegen mich auf,
15 Wie Wasser bin ich ausgeschüttet
16 Vertrocknet wie eine Tonscherbe ist meine Kraft
17 Denn Hunde haben mich umkreist,
18 Alle meine Knochen kann ich zählen.
19 Sie verteilen meine Kleidung unter sich,
20 Doch du, Herr,
21 Errette meine Seele vor dem Schwert,
22 Rette mich aus dem Rachen des Löwen
23 Ich will meinen Geschwistern deinen Namen weitersagen,
24 Ihr, die ihr dem Herrn
25 Denn er hat die Not des Armen nicht übersehen
26 Vor dir entspringt mein Lobgesang in der großen Gemeinde.
27 Die Armen sollen essen und satt werden,
28 Erinnern werden sich alle Enden der Erde und zum Herrn
29 Denn der Herr
30 Alle Mächtigen der Erde kamen zum Festmahl und zollten ihm Respekt.
31 Die Nachkommen werden ihm dienen,
32 Sie werden von seiner Gerechtigkeit einem Volk erzählen,